Tinnitus  

Tinnitus

wie unser Gehirn das Gras wachsen hört

Das Hörsystem besteht nicht nur aus den peripheren Strukturen des Mittel- und Innenohres, sondern auch aus Nervenbahnen, die sowohl in Richtung Gehirn zu den auditiven Verarbeitungszentren als auch gegenläufig von den Großhirnregionen hin zur Peripherie ziehen.

In den Nervenfasern der Hörbahn kommt es immer wieder zu spontanen Entladungen, die wir als "Stille" interpretieren. Körperlicher und seelischer Stress mit seinen Folgen für das vegetative Nervensystem können zu einer Herabsetzung der Reizschwelle führen. Wir reden dann davon, dass "die Nerven blank liegen". Häufig liegt gleichzeitig eine Überempfindlichkeit auf laute Geräusche, eine sog. Hyperakusis vor. Unser Gehirn hört also im übertragenen Sinne "das Gras wachsen". Wir nehmen statt der normalerweise als Stille empfundenen Hintergrundaktivität unseres Hörsystems nun ein Summen, Sirren, Schwirren usw. wahr.

 

Sind Ohrgeräusche mit einer Hörminderung assoziiert, so besteht die wichtigste Behandlung in der Therapie der Hörstörung. Dies kann bei Mittelohrproblemen medikamentös oder operativ erfolgen, bei Ursachen im Innenohr stellen Hörgeräte eine sehr bewährte Behandlungsoption dar.

Psychisches Erleben und Hören hängen eng miteinander zusammen. Wer an Tinnitus leidet, nimmt Eindrücke oft mit Hirnarealen wahr, die mit der Hörbahn vernetzt sind. Die Betroffenen können ihre Gefühle quasi hören.

Tinnitracks

Mit dem Tinnitracks-Programm gibt es ein vielversprechendes Konzept für Patienten, die einen tonalen Tinnitus haben, d.h. deren Tinnitus durch einen Ton einer gewissen Tonhöhe definierbar ist. Die Methode nennt sich Tinnitracks und funktioniert so:

 

Sie wählen Ihre Lieblingsmusikstücke aus, die Sie für die Therapie nutzen möchten. Tinnitracks bereitet Musik therapiegerecht auf, indem exakt Ihre Tinnitusfrequenz aus den Musikstücken elektronisch herausgefiltert wird. Sie hören 90 Minuten lang täglich (das muss nicht am Stück sein) Ihre Lieblingsmusik über Kopfhörer. Ihr Gehirn verlernt so im Laufe der Zeit den Tinnitus.

 

Einige gesetzliche und private Kassen bieten die Tinnitus-Therapie bereits auf Rezept an. Aber selbst wenn Ihre Kasse nicht dabei sein sollte, sind die Kosten überschaubar. Sie bewegen sich über den gesamten Therapiezeitraum von 12 - 18 Monaten hinweg im dreistelligen Bereich.

 

Erfahren Sie mehr unter tinnitracks.com.

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